Denkanstoß

Bio? Ja, bitte! Eine Anleitung zur Glücksvermehrung.

Glückliche Kuh auf dem Biohof

Jawoll, mir geht’s gut!

Glücksvermehrung – geht das? Wie man Geld vermehrt, lernt man in jedem Wirtschaftskurs, aber Glück? Das kann man ja nicht anfassen oder auf dem Sparbuch bunkern. Glück fällt einem zu, so jedenfalls die landläufige Meinung. Die alten Griechen dachten, das Glück läge in der Büchse der Pandora und würde wahllos an die Menschen verteilt.

Diese Art von Glück meine ich, wenn ich „Glück“ und „Bio“ zusammenbringe, aber gar nicht. Wenn ein Bauer sich für den Biolandbau entscheidet, dann sammelt er verschiedene Plus- oder sagen wir eben: Glückspunkte:

Für die Tiere, die artgerecht gehalten werden.
Für den Ackerboden, der fruchtbar bleibt.
Für das Grundwasser, das pestizid- und nitratfrei bleibt.
Für die Artenvielfalt, die vermehrt wird.

Nimmt man die artgerechte Haltung von Nutztieren etwas genauer unter die Lupe, so wird schnell klar, dass es den Tieren auf einem Biobauernhof deutlich besser als auf einem herkömmlichen Hof geht: Bioschweine beispielsweise leben deutlich gesünder und sind weniger krankheitsanfällig. Sie dürfen länger leben als normale Mastschweine. Im Stall haben sie mehr Platz, sie bekommen Stroh zum Wühlen und erhalten mehr Auslauf. Jedes Schwein hat 1,8 Quadratmeter zum Liegen und einen eigenen Mistbereich. Zum Ferkeln gehen die Sauen in eigene Hütten, wo sie 14 Tage bleiben können, bevor sie wieder zur Horde zurückkommen. Auf dem Biobauernhof sind die Tiere viel fitter, was sich in ihrer Bewegungsfreude und allgemeinen Neugierde zeigt.

Also macht der Biobauer durch artgerechte Haltung seine Tiere gesünder und „glücklicher“. Außerdem: Die Tiere fressen fast immer das Futter, das auf den Biobauernhöfen oder von Nachbarn aus der Region angebaut wurde. Das vermeidet lange Transportwege. Künstlicher Dünger oder Pflanzenschutzmittel kommen beim Biolandbau nicht zum Einsatz. Vor allem wird kein Soja verfüttert, dessen Anbau in Südamerika für die Abholzung des Regenwaldes mitverantwortlich ist. Entscheiden wir uns also für ein Bioschnitzel, so sammeln auch wir Verbraucher Glückspunkte: für die Tiere, für das Ökosystem und für ganz entfernte Erdregionen.

Dazu kommen weitere Glücksmomente beim Verzehr, denn Biolebensmittel sind frei von Pestiziden, also weniger giftig als konventionelle Nahrung. Biotomaten beispielsweise enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe und Biomilch ist reich an Omega-3-Säuren. Manchem, der auf Bio umgestiegen ist, schmecken die naturbelassenen Sachen besser und der Genuss, gepaart mit einem guten Gewissen, kann für mehr Glücksmomente im Alltag sorgen.

Die Achtsamkeit, mit der wir die Tiere und die Umwelt behandeln, setzt sich automatisch beim Verzehr unserer Lebensmittel fort und verschafft uns ein rundum gutes Gefühl. Eine Art Alltags-Wellness also. So gesehen brauchen wir nicht auf die Büchse der Pandora zu warten, sondern können unseres eigenen Glückes Schmied sein, jeden Tag. (br)

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